Titelbild Projekt Zeughaus - historisches Ensemble aus Zeughaus, Alter Wache und Neubau
Zeughaus, Köln — Umbau und Erweiterung des historischen Ensembles in der Innenstadt zu einem modernen Stadtmuseum mit Neubau für das Kölner Stadtmodell. 
8. Semester - Bachelorarbeit, Einzelarbeit
Explosionsisometrie M 1:200 - Projekt Zeughaus. Historisches Ensemble mit Zeughaus, Alter Wache und Neubau verbunden durch Brücken
Explosionsisometrie | M 1:200

Die Brücken sind das Projekt: Die Ansicht zeigt die historische Fassade mit eigenem Charakter und die neue Struktur dahinter, die nicht konkurriert, sondern verbindet. Der Schnitt macht die Logik sichtbar, wie die Lücken zwischen den Gebäuden zu überdachten Stadträumen werden und der Grundriss belegt die Funktionsweise der Verknüpfung der drei Gebäude: vom Zeughaus über die Alte Wache bis zum Neubau – alles ein Raum.
Ansicht Nord M 1:200 - Projekt Zeughaus. Historische Fassade mit neuer Struktur dahinter
Ansicht Nord | M 1:200
Schnitt AA M 1:200 - Projekt Zeughaus. Lücken zwischen den Gebäuden als überdachte Stadträume
Schnitt AA | M 1:200
Grundriss 1. Obergeschoss M 1:200 - Projekt Zeughaus. Verknüpfung der drei Gebäude vom Zeughaus über die Alte Wache bis zum Neubau
Grundriss 1. OG | M 1:200
Der Konstruktionsschnitt durch die Brücke zwischen dem Neubau und der Alten Wache zeigt den Moment, in dem die zentrale Idee des Projekts physisch Realität wird. Die Brücke ist kein Korridor. Sie ist eine überdachte Schwelle, die beiden Gebäuden gleichermaßen gehört. Darunter bleibt der Stadtraum offen und als öffentlicher Platz lesbar. Darüber markiert die Konstruktion die Grenze zwischen Alt und Neu, ohne sie zu schließen. Wer diese Brücke überquert, erlebt die gesamte vertikale Tiefe des Ensembles, vom Straßenniveau bis zum Dach, in einem einzigen Übergang.
Der Neubau ist in drei klar ablesbaren Schichten aufgebaut. Die Geschossdecke besteht aus einem Rippenkörper mit zurückspringender Betonplatte und Sichtestrich, die Außenwand aus einer hinterlüfteten Stampfbetonschale mit Holzfaserdämmung, Kalksandstein und Lehmputz als Innenabschluss. Das Dach wird als Ziegeldeckung auf Schaumglasschüttung und Bitumenabdichtung ausgeführt und nimmt damit die Materialsprache der historischen Nachbargebäude auf. Der Anschluss der Brücke erfolgt über Isokörbe, die den Stahlträger thermisch von der Hauptkonstruktion trennen und die Reversibilität des Eingriffs sichern. Die Materialwahl ist nicht beliebig: Lehmputz und Stampfbeton setzen den Neubau in Dialog mit der regionalen Bautradition ohne sie zu imitieren. Der Neubau tritt zurück, ohne sich zu verstecken.
Entwurfsmodell M 1:200 - Projekt Zeughaus. Historisches Ensemble mit rot markierten Neubauelementen
Entwurfsmodell | M 1:200
Back to Top