Kulturblöcke, Hagen — Beitrag zum 14. Schlaun-Wettbewerb „Stadtleben an der Volme”: Neuordnung eines fragmentierten Quartiers zwischen Innenstadt und Volme zu einem soziokulturellen Ort, mit einem Gemeinschaftshaus an der Volmepromenade.
1.–2. MA Semester, Projektentwürfe, Gruppenarbeit/Einzelarbeit
Städtebau
Rückgrat Volme
Interventionen
Erholungsgebiet
Pfade verknüpfen den Stadtraum neu
Hagens Innenstadt liegt an einem Fluss, den man nicht sieht: Die Volme verläuft drei Meter unter Stadtniveau in einem gemauerten Kanal, umgeben von Einzelbauten ohne gemeinsame Ordnung. Fünf thematische Pfade für Bildung, Theater, Natur, Museum und Literatur verknüpfen Bahnhof, Kulturorte und Parks mit dem Quartier und führen alle konsequent an die Volme. Der Fluss wird so vom verborgenen Kanal zum Ziel der Pfade durch die Stadt. Der Städtebau entstand gemeinsam mit Jakob Eisenberg.
Kulturblöcke
Interventionen
Bezug zur Volme
Grünflächen
Isometrie | Block
Das Gemeinschaftshaus markiert den Übergang zwischen Synagogenvorplatz und Volmepromenade und ist das öffentlichste Gebäude des Quartiers. Eine Halle für bis zu 200 Personen lässt sich über große Tore auf drei Seiten zum Außenraum öffnen. Daneben liegt ein zweigeschossiger Funktionstrakt mit Garderobe, Lager und Sanitär im Erdgeschoss und Arbeitsflächen im Obergeschoss, mit seperatem Eingang.
Hochbau
Fassade als Hülle
inszenierter Lichteinfall
Bezug zur Volme
Explosionsisometrie | Hochbau
Das Haus ist ein Holzskelett. Stützen sowie Haupt- und Nebenträger aus Brettschichtholz bilden ein Raster, das Halle und Funktionstrakt gleichermaßen trägt und in der Halle sichtbar bleibt. Alle Verbindungen sind verschraubt und damit lösbar, sodass sich das Haus am Ende seiner Nutzung weitgehend sortenrein zurückbauen lässt. Über der Halle öffnet sich die Decke zu einem Feld aus Lichtkuppeln, das gefiltertes Tageslicht in den Saal führt. Die folgenden Pläne zeigen, wie dieses Raster die Räume ordnet.
Grundriss EG
Grundriss OG
Schnitt AA
Schnitt BB
Ansicht Südwest
Ansicht Südost
Ansicht Nordost
Ansicht Nordwest
Nach außen tritt das Haus als monolithischer Holzkörper auf. Eine durchgehende Boden-Deckel-Schalung legt sich wie ein Gewebe über beide Baukörper, die großen Tore folgen demselben Lattenrhythmus und verschwinden im geschlossenen Zustand in der Holzhaut. Bei Dunkelheit wird die Halle zur Laterne am Wasser, das Licht scheint durch die Lamellen auf den Volmesteg. Innen prägen sichtbares Holz, Lehmputz und Licht von oben den Raum. Lehm an den Wänden und Linoleum am Boden sind kreislauffähig, die Holzteile sind nachwachsend.
Visualisierung | Außenraum | KI-bearbeitet
Visualisierung: Saal