Alexisbad, Harz — Im Rahmen eines VDI-Wettbewerbs wurde der Kurort zum Semesterthema. Bis auf das aktiv betriebene Morada Hotel stehen die historischen Gebäude des Ensembles leer.
7. BA Semester, Entwurfsprojekt, Gruppenarbeit
Das Ensemble aus Badehaus, Logishaus und Morada Hotel ist städtebaulich klar gefasst, aber räumlich unverbunden. Der Entwurf schreibt diese Struktur weiter: Ein neues Wegesystem verknüpft die Gebäude, Follies im Park aktivieren den Freiraum und die Topographie des Hanges wird als gestalterisches Mittel gelesen, nicht überwunden, sondern inszeniert.
Isometrie | M 1:300
Das Ensemble verteilt drei Nutzungen auf drei Gebäude mit je eigenem Charakter. Das Badehaus übernimmt die öffentliche Rolle als Veranstaltungsort. Das Logishaus wird zur Unterkunft mit Appartements für Familien sowie einem gemeinschaftlichen Koch- und Essbereich. Das Morada Hotel bleibt als aktiver Betrieb bestehen und wird als funktionaler Knotenpunkt ins Ensemble eingebunden. Die Außenfläche zwischen den Gebäuden ist eigenständiger Entwurfsbestandteil. Follies markieren Wegekreuzungen und Aussichtspunkte.
Grundriss EG | M 1:500
Ansicht West | M 1:500
Ansicht Nord | M 1:500
Schnitt AA | M 1:500
Badehaus Entwicklung
Das Badehaus trägt mehrere historische Schichten in sich. Der Entwurf macht sie sichtbar, anstatt sie zu überdecken. Das bestehende Holztragwerk bleibt weitestgehend erhalten und wird durch neue Stahlrahmen ergänzt, die den Lastabtrag übernehmen ohne in die Substanz einzugreifen. Neue Glasfassaden öffnen das Gebäude zur Parkanlage und lassen die freigelegte Konstruktion von außen ablesbar werden. Der Veranstaltungssaal im Dachgeschoss entsteht nicht durch Hinzufügen, sondern durch Freilegen.
Schnittperspektive | Badehaus
Die Materialwahl folgt dem Ort: Grauwacke-Schiefer, Lehm, Holz. Nichts davon ist importiert, alles ist ablesbar. Der Raum entsteht nicht durch Addition, sondern durch das Verhältnis der Schichten zueinander — alt und neu, schwer und leicht, geschlossen und offen.
Detailmodell | M 1:50
Entwurfsmodell | M 1:200
Umgebungsmodell | M 1:500